Analysten warnen: Bitcoin könnte bei Wiederholung des 2022-Szenarios auf 40.000 US-Dollar fallen

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Analysten warnen: Bitcoin könnte bei Wiederholung des 2022-Szenarios auf 40.000 US-Dollar fallen

Der Bitcoin-Markt steht Anfang Februar 2026 erneut unter starkem Druck. Mehrere Analysten weisen darauf hin, dass die aktuelle Kursstruktur deutliche Parallelen zum Bärenmarkt von 2022 aufweist. Sollte sich dieses historische Muster wiederholen, könnte der Preis der führenden Kryptowährung laut Experteneinschätzungen bis in den Bereich von 40.000 bis 45.000 US-Dollar zurückfallen.

Bitcoin fällt unter die 100-Wochen-SMA

Verlust einer zentralen Unterstützung im Makrotrend

Bitcoin hat zuletzt eine Wochenkerze unterhalb der 100-Wochen-SMA (Simple Moving Average) geschlossen. Diese verläuft aktuell im Bereich von etwa 87.500 US-Dollar und gilt als eine der wichtigsten Unterstützungszonen im langfristigen Trend.

Der Analyst Brett machte darauf aufmerksam, dass ein nachhaltiger Bruch dieser Linie in der Vergangenheit häufig eine längere Phase der Seitwärtsbewegung oder Akkumulation eingeläutet hat – und nicht etwa einen schnellen Rebound.

Historische Vergleichszyklen

In früheren Marktzyklen blieb Bitcoin über längere Zeiträume unter dieser gleitenden Durchschnittslinie:

  • 2014–2015: 357 Tage Seitwärtsphase im Bereich von 200 bis 600 US-Dollar
  • 2018–2019: 182 Tage nahe dem Bärenmarkt-Tief zwischen 3.000 und 6.000 US-Dollar
  • 2022–2023: 532 Tage Konsolidierung nach dem FTX-Zusammenbruch im Bereich von 16.000 bis 25.000 US-Dollar

Eine Ausnahme bildete lediglich der kurzfristige Crash während der COVID-19-Pandemie 2020, der sich schnell wieder erholte. Die aktuelle Entwicklung deutet laut Brett eher auf eine längere Akkumulationsphase als auf eine rasche Kurserholung hin.

USDT-Dominanz als Warnsignal

Stablecoin-Dominanz erreicht kritisches Niveau

Ein weiterer Analyst mit dem Pseudonym Sherlock warnt vor einem möglichen bärischen Trendwechsel. Seine Analyse fokussiert sich auf die Dominanz des Stablecoins USDT, die auf Wochenbasis zuletzt über 7,2 Prozent gestiegen ist.

In früheren Marktzyklen galt ein Wochenschluss oberhalb von 6,7 Prozent als Bestätigung eines Abwärtstrends. Der aktuelle Ausbruch stellt den ersten derartigen Durchbruch seit rund zweieinhalb Jahren dar.

Widerstandszone bei 85.000 US-Dollar

Nach Einschätzung von Sherlock stellt der Bereich um 85.000 US-Dollar eine massive Hürde für weitere Kursgewinne dar. Im vierten Quartal 2025 lag das Spot-Handelsvolumen zwischen 85.000 und 95.000 US-Dollar bei über 120 Milliarden US-Dollar.

Viele Marktteilnehmer befinden sich in diesem Bereich aktuell im Verlust. Sollte Bitcoin erneut in Richtung 85.000 US-Dollar steigen, sei mit erhöhtem Verkaufsdruck zu rechnen, da Anleger versuchen könnten, ihre Positionen zumindest zum Einstandspreis zu schließen.

Die realisierte Durchschnittspreis-Basis für kurzfristige Halter (Haltedauer 1–3 Monate) liegt derzeit bei etwa 91.500 US-Dollar.

Parallelen zum Marktfraktal von 2022

Struktur erinnert an die Phase vor der letzten großen Korrektur

Die aktuelle Marktstruktur weist laut Sherlock deutliche Ähnlichkeiten zum Jahr 2022 auf. Damals bildete Bitcoin niedrigere Hochs, verlor die 100-Wochen-SMA und rutschte anschließend in eine tiefe Korrektur.

Sollte sich dieses Fraktal erneut bestätigen, könnte Bitcoin in eine Nachfragezone zwischen 40.000 und 45.000 US-Dollar fallen. Das Abwärtsrisiko bleibt bestehen, solange der Kurs nicht überzeugend über die langfristige gleitende Durchschnittslinie zurückkehrt.

Alternatives Szenario: Begrenzter Rückgang

CoinDesk sieht Bodenbildung oberhalb von 60.000 US-Dollar

Nicht alle Analysten teilen das pessimistische Szenario. Laut einem Bericht von CoinDesk, der sich auf die Analysten Ed Engel und Michael Donovan von Compass Point beruft, nähert sich der Kryptomarkt möglicherweise bereits dem Ende der Abwärtsphase.

Eine deutlich tiefere Korrektur setze demnach einen massiven Einbruch am US-Aktienmarkt voraus. Ohne diesen externen Schock erwarten die Experten eine Bodenbildung im Bereich von 60.000 bis 68.000 US-Dollar, mit einem wahrscheinlichen Wendepunkt um 65.000 US-Dollar.

Starke Unterstützung durch langfristige Investoren

In dieser Zone haben langfristige Bitcoin-Halter mit einer Haltedauer von mehr als sechs Monaten rund sieben Prozent des gesamten Angebots akkumuliert. Diese Konzentration gilt als starke strukturelle Unterstützung.

„Luftloch“ zwischen 70.000 und 80.000 US-Dollar

Kaum strukturelle Nachfrage

Die Preisspanne zwischen 70.000 und 80.000 US-Dollar bezeichnen die Analysten als „Air Pocket“ – einen Bereich mit geringer historischer Kaufaktivität. In diesem Korridor wurde weniger als ein Prozent des Angebots von langfristigen Investoren erworben.

Das Fehlen einer stabilen Nachfragebasis erhöht das Risiko weiterer Kursverluste, falls der Markt in diesen Bereich zurückfällt.

ETF-Investoren unter Druck

Der jüngste Rückgang unter 81.000 US-Dollar spiegelt zudem den durchschnittlichen Einstiegspreis vieler Bitcoin-ETF-Investoren wider. Seit dem 15. Januar verzeichneten die Fonds Nettoabflüsse von rund 3 Milliarden US-Dollar. Mehr als 50 Prozent der verwalteten Vermögenswerte liegen aktuell im Minus.

Der Bereich zwischen 81.000 und 83.000 US-Dollar fungiert nun als signifikanter Widerstand.

Worst-Case-Szenario: Rückgang auf 55.000 US-Dollar

Historische Durchschnittskosten aller Investoren

Im extremsten Szenario sehen die Analysten einen Rückgang bis auf 55.000 US-Dollar. Dieser Wert entspricht dem durchschnittlichen Kaufpreis aller Bitcoin-Investoren in der Geschichte.

Im Jahr 2022 wurde dieses Niveau erst durch eine Kombination aus Bärenmarkt an den Aktienbörsen und mehreren spektakulären Insolvenzen im Kryptosektor unterschritten.

Fazit

Die Einschätzungen der Analysten zeigen ein breites Spektrum möglicher Szenarien für Bitcoin. Während einige Experten bei einer Wiederholung des 2022-Fraktals Kurse um 40.000 US-Dollar für möglich halten, sehen andere eine deutlich höhere Bodenbildung oberhalb von 60.000 US-Dollar.

Klar ist: Solange Bitcoin unter der 100-Wochen-SMA notiert und wichtige Widerstände nicht zurückerobert, bleibt das Abwärtsrisiko erhöht. Für Anleger bedeutet dies eine Phase hoher Unsicherheit – aber auch eine Zeit, in der sich langfristige Marktstrukturen neu formen könnten.

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