Sinkender Bitcoin-Kurs

Bitcoin Kurs

Sinkender Bitcoin-Kurs setzt Miner unter Druck: Viele ASIC-Geräte werden unrentabel

Der anhaltende Rückgang des Bitcoin-Preises bringt große Teile der Mining-Branche in Bedrängnis. Bei der aktuellen Mining-Schwierigkeit und einem Strompreis von 0,08 US-Dollar pro kWh nähern sich zahlreiche weit verbreitete ASIC-Miner dem Break-even-Punkt oder sind bereits unrentabel. Das zeigen aktuelle Daten des Mining-Pools Antpool.

ASIC-Miner an der Rentabilitätsgrenze

Beliebte Modelle schreiben Verluste unter 86.000 US-Dollar

Besonders betroffen sind mehrere leistungsstarke, aber energieintensive Geräte. Laut Antpool arbeiten folgende Modelle derzeit nahe an der Gewinnschwelle oder bereits mit Verlusten, solange der Bitcoin-Preis unter 86.000 US-Dollar liegt:

  • Antminer S19 XP+ Hydro
  • WhatsMiner M60S
  • Avalon A1466I

Diese Geräte galten lange Zeit als Standard für professionelle Mining-Betriebe. Die aktuelle Marktlage zeigt jedoch, wie sensibel ihre Wirtschaftlichkeit auf Preis- und Energiekostenänderungen reagiert.

Neuere Generationen deutlich widerstandsfähiger

Modernere ASICs schneiden deutlich besser ab. Geräte wie der Antminer S21 erreichen ihre Rentabilität bereits bei einem Bitcoin-Preis zwischen 69.000 und 74.000 US-Dollar.

Zu den aktuell robustesten Modellen zählen laut Antpool:

  • U3S23H
  • S23 Hydro

Diese Systeme bleiben selbst dann profitabel, wenn der Bitcoin-Kurs lediglich über 44.000 US-Dollar liegt – ein deutlicher Vorteil in volatilen Marktphasen.

Bitcoin-Kurs bleibt unter Druck

Kurzfristige Erholung nach lokalem Tief

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert Bitcoin bei rund 78.600 US-Dollar. In den vergangenen 24 Stunden konnte der Kurs zwar um rund drei Prozent zulegen, nachdem zuvor ein lokales Tief bei etwa 75.000 US-Dollar erreicht worden war.

Trotz dieser kurzfristigen Erholung bleibt der Preis jedoch deutlich unter den Niveaus, die für viele Mining-Betriebe erforderlich wären, um nachhaltig profitabel zu arbeiten.

Mining-Schwierigkeit sinkt – Entlastung mit Verzögerung

Schwierigkeitsanpassung im Januar

Am 22. Januar wurde die Mining-Schwierigkeit von Bitcoin im Zuge des regulären Anpassungsmechanismus um 3,28 Prozent auf 141,67 T gesenkt. Laut aktuellen Prognosen könnte die Schwierigkeit bei der nächsten Anpassung nochmals deutlich zurückgehen – um 10,47 Prozent auf etwa 126,84 T.

Diese Entwicklung könnte mittelfristig für Entlastung sorgen, da ein geringerer Schwierigkeitsgrad die Blockerzeugung erleichtert und den Ertrag pro Hashrate erhöht.

Hashrate-Einbruch belastet das Netzwerk

Rückgang auf niedrigsten Stand seit Juni 2025

Nach Daten des Hashrate Index ist die Gesamt-Hashrate des Bitcoin-Netzwerks zuletzt auf 870 EH/s gefallen – den niedrigsten Wert seit Juni 2025. Hauptursache sind massive Abschaltungen von Mining-Anlagen in den USA, ausgelöst durch schwere Winterstürme und hohe Belastungen der Stromnetze.

Der Rückgang zeigt, wie stark externe Faktoren wie Wetterereignisse die Stabilität des Mining-Ökosystems beeinflussen können.

Hashprice fällt auf kritisches Niveau

Parallel dazu ist der sogenannte Hashprice – der tägliche Ertrag pro Petahash – auf 34,8 US-Dollar pro PH/s gesunken. Vergleichbar niedrige Werte wurden zuletzt im November verzeichnet.

Ein niedriger Hashprice bedeutet unmittelbar geringere Einnahmen für Miner, selbst wenn die Hardware effizient arbeitet.

Kostenstruktur verschlechtert sich weiter

Produktionskosten nahe Marktpreis

Bereits zuvor hatte Charles Edwards, Gründer von Capriole Investments, auf eine angespannte Lage hingewiesen. Seinen Angaben zufolge liegt die durchschnittliche Produktionskostenbasis für Bitcoin derzeit bei rund 69.000 US-Dollar, während die reinen Energiekosten etwa 55.000 US-Dollar betragen.

Diese geringe Marge lässt kaum Spielraum für unerwartete Kosten oder weitere Kursrückgänge.

Risiko weiterer Kursverluste

Warnungen vor einem Rückgang auf 40.000 US-Dollar

Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch makroökonomische und technische Prognosen. Der Analyst Brett hatte kürzlich nicht ausgeschlossen, dass Bitcoin im Fall einer Wiederholung früherer Marktzyklen auf bis zu 40.000 US-Dollar fallen könnte.

Ein solches Szenario würde große Teile der aktuellen Mining-Infrastruktur unrentabel machen und könnte eine weitere Konsolidierungswelle in der Branche auslösen.

Fazit

Der Rückgang des Bitcoin-Preises trifft die Mining-Branche in einer ohnehin angespannten Phase. Viele ASIC-Miner arbeiten an der Grenze der Rentabilität oder bereits mit Verlusten, insbesondere bei höheren Stromkosten. Zwar könnten sinkende Mining-Schwierigkeit und eine mögliche Markterholung kurzfristig Entlastung bringen, doch bleibt das Umfeld für Miner äußerst herausfordernd.

Langfristig dürfte sich der Trend zur Konsolidierung und Effizienzsteigerung weiter verstärken – mit Vorteilen für Betreiber moderner Hardware und günstiger Energiequellen, während weniger effiziente Anlagen vom Markt verschwinden.

Categories: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert